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AUSTRALIEN: 21. Jan 2004 -7.Apr 2004

Jan 04 - April04: Nach 3 Monaten in Australien befinde ich mich jetzt wieder im kalten Deutschland. Es war für mich eine schöne Zeit in der ich auch viel gelernt habe. Viele würden sagen 3 Monate, Mensch David du wolltest doch 6 Monate bleiben, aber ich habe manches unterschätzt sowie z.b. das man nicht erst arbeiten soll wenn man merkt das man nicht mehr soviel Geld hat oder das man einer Job Agency auch nicht 100% einen Job für mehrere Wochen bekommt. Früher war das mal vllt. so aber mittlerweile gibt es sehr sehr viele Backpacker, ich glaub sogar das Australien mehr Backpacker wie normale Touristen hat, den man findet in jedem Ort ein Hostel (Jugendherberge) und was noch dazu kommt ist, dass man dort bestimmt auf mindestens einen Deutschen trifft.

Angefangen habe ich meine Australien Reise in Sydney. Dort bin ich um 06.30 Uhr nach 18 Stunden Flug am Internationalen Flughafen angekommen. Natürlich kann auch ein Flugzeug keine 18 Studen am Stück fliegen deshalb hatte ich einen Zwischenstopp in Singapore für eine Stunde. Also angekommen hatten wir erstmal eine Rundfahrt durch Sydney mit einem Bus mit dem uns einige Teile von Sydney gezeigt wurden bis wir ins Hostel (Wake Up!) eingeliefert wurden. Dort habe ich dann ein Zimmer mit Ruben (mein Flugzeug Nebensitzer), Michael, Tobias und den 2 US-Girls. Am ersten Tag bin ich dann mit Ruben mal durch die Stadt gezogen um eigentlich kurz zum Darling Harbour (Nightlife pure) zu gehen, aber leider hatten wir beide unsere Karten im Hostel und sind knappe 3h irgendwo in Sydney rumgeschlappt. Das macht natürlich Hunger und wir sind erstmal in den McDonalds gegangen um etwas zu essen.

Zu McDonalds muss ich sagen, dass es dort einen Burger mit Rote Beete gibt,den McOz was mal voll ecklig war, deshalb habe ich dann immer den Quarter Pounder mit Käse gegessen.
Dann gings auch wieder zurück zum Hostel, das ich mich einwenig ausruhen konnte. Doch dann wurden wir auch gleich mit Blitz, Donner und Regen in Australien begrüßt. Abends sind wir dann zusammen mit den anderen StepIn Leuten in die Bar unter dem Hostel gegangen, wo ich noch viele Abende verbringen sollte. Leider hatte ich an diesem ersten Abend gleich mal abgeschoßen und landete auf der Toilette und wurde von den sehr netten Us-Girls ins Zimmer gebracht, wo ich fast mit der Mülltonne in Arm eingeschlafen wäre zum Spass der Us-Girls.
In den nächsten sollte ich dann Sydney wieder richtig gut kennenlernen und habe mich riesig gefreut mal von zu Hause wegzusein. Am 5 Tag wurde das Wetter dann wieder besser und wir (Manni+Jan und ich) wagten uns mit unseren Prachtkörpern nach Manly Beach an den Strand. Ich muss sagen das Manly einfach den besten Strand in ganz Australien hat den ich bis jetzt gesehen habe. Dann diesem Tag durfte ich auch gleich mal feststellen das die Sonne wirklich brennt, da ich schön rot gebräunt im Hostel angekam.

Am Freitag, den 29.Januar fuhren wir (Tobi+ich, später sollten Michael+Ruben folgen) dann mit dem Bus nach Melbourne. Die Fahrt kostete nur 35 Dollar und dauerte eine Ewigkeit um genau zu sein 12 Stunden in denen der Busfahrer komplett durchgefahren ist. Dort angekommen wurde wir erstmal wieder mit regen begrüßt und das Hostel das wir von Sydney gebucht hatten stelle sich als das schlechteste meiner ganzen Australien Reise heraus (und nicht nur ich kann das behaupten). Wir waren in diesem Hostel (Hotel Bakpak) mit sage und schreibe 16 anderen Leuten auf dem Zimmer und 5 dieser Leute waren Holländer die ununterbrochen Techno gehört haben, als ich schlafen wollte. Gleich am nächsten Tag sind wir dann in ein anderes, ruhigeres Hostel (Int. Backpackers Inn). Ja leider hatte mir das dann schon die Lust an Australien und vorallem an Melbourne gedämpft. Zudem ist das Wetter in Melbourne immer nur um die 20° Grad und es regnet auch immer mal gern sodass wir oft im Hostel waren und Karten gespielt haben.

Doch ich sollte nicht lange in Melbourne bleiben deshalb zog es uns (TObi+ich) weiter nach Adelaide. Wieder mit dem Bus wieder nur 35 Dollar und 10h fahrt mit dem Bus. Ziel hier war es für uns 2 und später noch Michael und Kathrin die 2 Tage später angekommen sind, auf einer Fruitpicking Farm zu arbeiten. Aber erstmal haben wir uns dann ein schönes ruhiges Hostel (East Park Lodge) am Stadtrand von Adelaide gesucht. Knapp eine Woche nachdem ich in das Hostel gezogen bin habe ich leider die Begbugs bekommen, das sind Wanzen die in Bettkanten leben und vorallem in Hostels auftreten, die Backpacker von z.b. Kangaroo Island mitbringen. Leider musste ich später feststellen das ich sehr Allergisch dagegen reagiere und meine beiden Arme, meine Hände, mein Rücken und mein Gesicht mit tausenden von Stichen davon befallen sind. Deshalb habe ich erstmal das Hostel gewechselt und durfte alle meine Kleider waschen, damit die Biester sterben. Die Besitzer des neuen Hostels (Adelaide International Backpackers) waren zum Glück so nett und haben mit die erste Nacht umsonst und Waschpulver, sowie Geld für die Waschmaschine gegeben. Am nächsten Tag bin ich dann erstmal in den Emergency vom Krankenhaus gegangen und durfte 4 Stunden warten um 10min behandelt zu werden. Herausgefunden hat er dann nicht wirklich viel und hat mit Tabletten gegeben. Dies hat mich dann mal kurz 170 Dollar gekostet. Die hätte ich mir auch sparen können, aber es hätte ja auch was anderes sein können. So wurden die nächsten Tage und Wochen für mich zur Qual den jeder auf der Strasse schaute mich an als wäre ich ET. In diesen Tagen wäre hätte ich mich am liebsten in mein schönes Zimmer in Deutschland vergrochen. Aber zum Glück hatte ich ja noch nette Leute im Zimmer, vorallem Marc, der Holländer hat sich immer um mich gekümmert, da die Anderen zu dieser Zeit Fruitpicken waren und ich ja nicht konnte. Aber es sollte sich heraustellen das sie nicht soviel verdienten und es sich nicht wirklich lohnt, somit war ich dann auch wieder geruhigt. Ausserdem habe ich ja auch immer mit Steffi telefoniert, die mich dann wieder aufgebaut hat. Leider hatte es dann, als meine Stiche kleiner wurden, mit einem Job nicht geklappt und ich bummelte oft durch die Stadt und ging gern an den Strand, den zu dieser Zeit hatte grad eine Hitzewelle in Adelaide gegeben. Somit hatte es immer 40-50 Grad. Die letzte Woche bevor ich dann nach Alice Springs ging verließen mich Tobias + Michael nach Sydney um dort zu arbeiten und Kathrin ging Richtung Perth weiter. Aber durch Zufall sollte ich dann ein nette Deutsches Päarchen treffen mit den ich Abends wegging oder Karten gespielt habe. Abends war es eigentlich immer angenehm warm und ich spielte oft mit Tobias Schach oder auch Shithead und haben dazu 1-2 Weinflaschen getrunken (Natürlich jeder selbst).

Aber obwohl es mir in Adelaide sehr gefallen hat muss man einmal Abschied nehmen. So habe ich am 01.03 eine 3 1/2 Tages Tour nach Alice Springs gemacht. Die Tour ging morgens um 6.30 los, als erste erfuhr ich vom Busfahrer das er die Strecke noch nie gefahren ist sondern immer nur von Melbourne nach Adelaide, aber er versicherte uns das es nichts ausmacht. Zudem hat er noch den mit abstand schlechtesten klein Bus bekommen den es gab. Bsp.: Der Bus hat immer gepiepst um anzuzeigen das man jetzt schalten muss. Was ziemlich nervig ist und man es dazu nicht abstellen kann. Ja und da dies noch nicht ausreicht sind wir zu einem Nationalpark auf einem Berg gefahren, wo es unser Bus nicht geschafft hat den Berg hochzukommmen. Damit aber nicht genug, die handbremse war wohl auch nicht die beste den der Bus rollte rückwärts runter und verkantet mit dem Anhänger mit unseren Rucksäcken, so mussten wir ihn abhängen und auf die Seite stellen um ihn später wieder abholen zu köennen. Natürlich konnte man den Anhänger nicht abschließen und einige wurde ziemlich sauer deswegen, aber ich konnte eigentlich nurnoch drüber lachen. Der Bus hatte es dann doch noch geschlafft mit Anlauf den Berg (ohne Anhänger und Passagiere) hochzukommen und wir besuchten den Nationalpark. Danach fuhren wir dann noch etliche Stunden zu einem kleinen Ort, dessen Name ich leider vergessen habe. Am zweiten Tag lernte ich dann 2 Schweizer kennen mit denen ich noch einiges erleben durfte. Am Morgen gings dann wieder los Richtung Coober Pedy, einer Opalminenstadt zwischen Adelaide und Alice Springs wo wir unsere 2te Nacht in einer Höhle verbracht haben. Als wir Abends dortangekamen und kurz im Opal Museum waren, haben wir erstmal beim Griechen gespeist und unseren ersten Biere getrunken, danach sollte uns der Weg in die einzige Bar in diesem Ort führen, hier verbrachten wir ( die 2 Schweizer + das Amerikanische Päarchen und der Busfahrer) fast die ganze Nacht. Nach 2h schlaf wurde wir um 6 Uhr geweckt um den Sonnenaufgang zu sehen. Der wirklich schön war. Danach fuhren wir von Coober Pedy weiter Richtung Alice Springs wo ich verena treffen sollte. Aber da unser Bus ja so ein Prachtstück war, hatten wir noch einen Platten und der Wagenheber war zu kurz. Was richtig witzig aussah. Aber da wir ihn in der Mitte von nichts nicht reparieren konnte fuhren wir damit noch bestimmt 20-30km weiter bis zu einer Tankstelle. Hier durften wir dann noch 2 Stunden warten bis der Reifen repariert wurde. Danach kamen wir auch irgendwann in Alice Springs an und ich legte mich erschöpft ins Hostel (Annie`s Place).

Hier in Alice Springs gefiel es mir gleich und am 2ten Tag habe ich dann Verena getroffen und wir konnten uns über unsere bisherigen Reise unterhalten, Abends gingen wir (die 2 Schweizer + ich) gern mal in Melanka oder in Bojangels, den einzigen 2 Kneippen im Ort. Aber ich sollte hier auch meinen ersten Job finden und durfte als Kitchenhand im Oscar`s arbeiten. Das Oscar`s ist ein Restaurant mit Italienischem Touch. Hier spülte ich Teller um Teller und Pfanne um Pfanne und durfte ca. 200 Riesen Garnelen (King Prawns) den Darm rausholen. Leider konnte ich den Job nicht jeden Tag machen sondern nur das eine Wochenende Freitag und Samstag und Dienstag und Mittwoch. Durch die Arbeit konnte ich dann leider nur meine Wohnung bezahlen, die nagelneu war und jeder sein eigenes Bett hatte. Leider war alles Lila gestrichen und selbst der Bettbezug war lila. Was ein Schock. Hier lebte ich zusammen mit Johannes, der nur eine halbe Woche da war und leider keinen Job fand und mit der Flotten Lotte aus Holland, die in Annie`s Place putze war. Tja da es mit Job bei mir auch nicht richtig geklappt hatte, habe ich mich dann entschieden nach Sydney zurückzufliegen, da Tobias mir erzählte das er gleich einen Job für mehrere Wochen gefunden hat, was ich natürlich auch wollte. So habe ich mir dann noch kurz den Ayers Rock (Uluru) angeschaut an einem Tag, was völlig ausreicht, um ihn zu beklettern wie ich es gemacht habe und ein paar Bilder von der "Spitze" des heiligen Berges zu machen. Abends zum Sonnenuntergang gab es dann mit tausend anderen Touristen Campagner und BBQ. Einige Tage flog ich dann mit Quantas für billige 160 Dollar (soviel kostet auch der Zug, der 2 Tage brauchst) zurück nach Sydney (4h). Hier wohnte ich dann die ersten Tage wieder im Wake Up! Hostel in der Nähe vom Central (Hauptbahnhof).

Nach 2 Tagen bin ich dann in das Original Backpacker gezogen, das eines der ältesten in Sydney ist. Es ist 1980 aufgemacht worden und hat einen wunderschönen Hinterhof. Hier lernte ich 3 Englänger und 1 Dännin gekennen mit denen ich meine Abende verbrachte. Martin, einer der Engländer, lebte mal 2 Jahre in Deutschland und mit ihm redete ich immer Deutsch/Englisch und wir brachten uns gegenseitig Wörter bei. Später sollte dann noch pünktlich zu meinem Geburtstag Jan kommen, um mich den ganzen Abend einladen zu koennen. Während meiner letzten 3 Wochen in Sydney war ich jeden Tag bei meiner Work&Travel Company nach einem Job zu suchen aber anscheinend bin ich wohl zur falschen Zeit dort gewessen. So fand ich leider keinen Job und entschied mich dann nach Deutschland zurück zu kommen, da ohne Job und wenn mal fast alles in Sydney gesehen hat, es keinen Spass mehr macht. Man kann sich auch zu tode langweilen. Aber ich werde bestimmt irgendwann mal wieder nach Australien gehen.